Was heisst das eigentlich?
Vor kurzem las ich einen Artikel, in dem es darum ging, dass jemand wieder dieses Gefühl des Verliebtseins erleben möchte: Von jemandem so fasziniert sein, dass man sich nicht wiedererkennt …
Während ich mir momentan gar nicht vorstellen kann, mich in jemanden zu verlieben. Denn ich wüßte echt nicht, wie derjenige sein sollte, damit ich so starke Gefühle entwickeln kann. Und selbst wenn – ich würde diese Emotionen hinterfragen, denn ich bin der Meinung, dass sie nur auf sexueller Anziehung beruhen. Natürlich basierend darauf, dass man auch einen geistigen Gleichklang erlebt.
Und alles nur deshalb, weil es neu und fremd ist – sobald die Vertrautheit da ist, schwindet auch die Verliebtheit … und wenn ich das nun alles weiß, wie könnte ich mich da noch verlieben? Es bedeutet doch nichts, ausser dass es schöne Gefühle sind. Übrigens fand ich verliebt sein in der Vergangenheit auch recht anstrengend, nicht nur schön.
Was auch traurig ist: Es funktioniert ja nur deswegen, weil man dieser einen Person plötzlich so viel Bedeutung beimißt. Dabei gibt es so viele tolle, aufregende Menschen, die einen inspirieren können.
Gibt es denn keinen anderen Weg als die Suche nach jemandem, der meine Bedürfnisse befriedigt? Die eine Person im gesamten Universum, von der ich mir mein Lebensglück erhoffe? Wenn jemand diese Erwartungen an mich hätte, würde ich sofort die Flucht ergreifen.
Nichtsdestotrotz – neue Begegnungen können faszinierend, aufregend und bereichernd sein. Für beide Seiten. Umso mehr, wenn sie mit Offenheit und Respekt geschehen. Dann entstehen vielleicht Gefühle, die über dieses eindimensionale “Verliebtsein”, das sowieso ein Ablaufdatum hat, hinausgehen. Wär doch schön.
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